Die Algarve und wir… wie alles begann

Algarve-Bilder aus unseren frühen Jahren...
Algarve-Bilder aus unseren frühen Jahren…

Winter 1992 war es.

Wir waren gerade erst ein paar Wochen ein Paar, als wir beschlossen, zum besseren Kennenlernen gemeinsam in den Urlaub zu fahren. Im Februar hatten wir beide Zeit. Mario hatte Semesterferien und bei mir war es um die Jahreszeit auch kein Problem, kurzfristig Urlaub zu bekommen.

Kosten sollte es natürlich so gut wie nichts, da unsere Geldmittel recht begrenzt waren. Aber Sonne wollten wir. Ich hatte damals meine erste Stelle im Reisebüro und habe mich auf die Suche begeben. Das Ergebnis war Portugal. 14 Tage Apartments Da Balaia in Albufeira für jeweils 299,00 DM pro Person. Das passte. Es war für uns beide neu und ich wollte schon immer mal an die Algarve.

Albufeira - Livemusik im Januar
Albufeira – Livemusik im Januar

Entgegen unserer heutigen Gewohnheit war das damals noch eine richtige Pauschalreise. Wir sind mit LTU ab Düsseldorf geflogen und wurden in Faro von unserer Transair-Reiseleitung in Empfang genommen und in den Transferbus verfrachtet. Angekommen in unserem Apartmenthaus war dann nur noch Zeit für einen kurzen Erkundungsgang, bevor es dunkel wurde.

Am nächsten Morgen, bei Licht betrachtet, waren wir dann schwer begeistert von der wunderschönen Landschaft. Der Küstenstreifen zwischen Olhos d’Agua und Albufeira ist geprägt von Felsformationen und kleineren und größeren Sandstränden.

Blick von Olhos d'Agua Richtung Vilamoura über den Praia da Falesia
Blick von Olhos d’Agua Richtung Vilamoura über den Praia da Falesia

Da in Portugal der Zugang zum Meer nicht verbaut werden darf, konnte man wunderschöne Wanderungen am Strand entlang und über die Klippen unternehmen. Tückisch sind dabei die kleinen Spalten in den Felsen, durch die bei stärkerem Wellengang die Gischt meterhoch sprüht. Mario hatte es voll erwischt, er ist klatschnaß geworden.

Olhos d'Agua im Januar, nach einem Schauer
Olhos d’Agua im Januar, nach einem Schauer

In Richtung Osten sind wir nach Olhos d’Agua gelaufen, ein damals noch ganz zauberhaftes Örtchen direkt am Wasser. Den Namen hat der Ort von den „Wasseraugen“. Das sind kreisrunde Süßwasserquellen, die direkt am Strand im Sand entspringen.

Die namensgebenden Wasseraugen von Olhos d'Agua
Die namensgebenden Wasseraugen von Olhos d’Agua

Noch besser war der Weg nach Westen. Über Klippen und am Strand entlang sind wir zum Praia da Oura gelaufen. Oura ist ein Vorort von Albufeira und war auch damals schon sehr touristisch geprägt. In unserer damaligen Lieblingsbar, der „Bar Praia da Oura“ konnte man wunderbar am Wasser sitzen und die vorwiegend englischen Mittouristen in allen Verbrennungsgraden (sie hatten schließlich „Wintersun“ gebucht) bewundern.

Arm und sparsam wie wir damals waren, haben wir uns dann für ganze zwei Tage einen Leihwagen geleistet.

Der Leuchtturm am Cabo Sao Vincente
Der Leuchtturm am Cabo Sao Vincente

Der erste der beiden Ausflüge führte uns nach Westen. Sagres und das Cabo Sao Vicente, der südwestlichste Punkt Europas, waren unser Ziel. Damals war das noch viel abenteuerlicher als heute. Die Autobahn war noch lange nicht gebaut und die E.N.125, die Nationalstraße die die Algarve von Ost nach West durchquert war noch nicht so gut ausgebaut wie heute.

Die 125 war damals eine der unfallträchtigsten Straßen Europas. Hinter Lagos begann die Straße nach Sagres, die zur damaligen Zeit eher ein gut ausgebauter, holpriger Feldweg, gesäumt von Eukalyptusbäumen, war.

Heute kann man noch einige Fragmente der alten Straße neben der neuen Straße sehen. Unvorstellbar, dass da damals der komplette Verkehr inclusive der Ausflugsbusse, die es damals auch schon gab, drüber geleitet wurde.

Steilküste bei Sagres
Steilküste bei Sagres

An der Festung war es dann auch wesentlich ruhiger als heutzutage. Wir waren total fasziniert von der wilden Steilküste und den mächtigen Wellen des Atlantiks. Wir haben uns so richtig durchpusten lassen und beschlossen, auf jeden Fall wiederzukommen.

Auf dem Weg haben wir uns natürlich auch Lagos angesehen. Heute unvorstellbar: damals war es kein Problem, direkt an der Uferpromenade einen Parkplatz zu bekommen. Wir haben einen kleinen Altstadtbummel unternommen und die wunderschöne Kirche Igreja de Santo Antonio angesehen.

Blick auf Silves bei eher durchwachsenem Wetter
Blick auf Silves bei eher durchwachsenem Wetter

Am zweiten Tag ging es dann ins Landesinnere. Zuerst besuchten wir Silves, die alte Hauptstadt der Algarve mit ihrer erhaben gelegenen Burganlage aus maurischer Zeit. Auch hier machten wir einen Bummel durch die wunderschöne Altstadt und besichtigten die beeindruckende Burganlage.

Silves, Cafe Rosa
Silves, Cafe Rosa

Schon bei unserem ersten Besuch entdeckten wir das Café Rosa, an einem kleinen Platz unterhalb der Burg gelegen. Das ist auch heute noch einer unserer liebsten Anlaufpunkte. Weiter ging es dann durch die liebliche, grüne Hügellandschaft in Richtung Monchique-Gebirge.

Caldas de Monchique
Caldas de Monchique

Unser nächster Stopp war in Caldas de Monchique, einem verschlafenen, winzigen Kurort in einem verwunschenen Wald gelegen. Die wunderschönen Belle Epoque Häuser und bezaubernden Wasseranlagen haben uns sofort fasziniert.

Fast schon verwunschen - Caldas de Monchique
Fast schon verwunschen – Caldas de Monchique

Auch Monchique haben wir an diesem Tag noch besucht und sind sogar auf den Foia gefahren, den höchsten Berg der Algarve, und haben den weiten Blick über das Gebirge und bis zum Atlantik genossen.

Die meiste Zeit des Urlaubs haben wir im Raum Albufeira verbracht. Die Wanderungen ausgehend von unserem Hausstrand haben uns einfach sehr gut gefallen. Und wir haben es sehr genossen, mitten im deutschen Winter, den Vorfrühling direkt am Meer zu erleben. Noch heute gefällt uns die Küste in dieser Region der Algarve besonders gut.

Schweinefleisch mit Muscheln, der Fotograf hatte großen Hunger
Schweinefleisch mit Muscheln, der Fotograf hatte großen Hunger

Ebenfalls in diesem ersten Urlaub entdeckt, haben wir eines unserer absoluten Lieblingsessen. „Schweinfleisch mit Muschelen“ stand als deutsche Übersetzung auf der Karte. Das mussten wir bestellen und erhielten einen Teller voll mit Schweinefleisch und Herzmuscheln, gegart in einer traumhaft würzigen Sauce mit viel Knoblauch und Koriander.

Insgesamt waren es zwei wundervolle Wochen, in denen wir viel erlebt haben und die unsere Liebe zu Portugal begründet haben. Seither kommen wir immer wieder, in manchen Jahren auch zweimal.

Strand bei Benagil im zeitigen Frühjahr
Strand bei Benagil im zeitigen Frühjahr

Das zeitige Frühjahr ist unsere bevorzugte Reisezeit geblieben, da es einfach wunderbar ruhig ist und man die traumhaften, weiten Strände oft ganz für sich allein hat.

Warum eigentlich eine Algarve-FB-Gruppe?

Seit über 27 Jahren machen wir regelmäßig Urlaub an der Algarve.

Da wir zugunsten unserer anderen Urlaubsliebe Kreta eine mehrjährige Pause eingelegt haben, hätten wir ein paar spezifische Fragen, z.B. zu Restaurants, gehabt.

Aber wo stellen? Verwöhnt aus den sozialen Netzwerken, haben wir eine passende Gruppe bei Facebook gesucht, in der man sich mit anderen Urlaubern und vielleicht auch Residenten austauschen kann.

Leider haben wir eine solche Gruppe, in der auch wirklich ein Austausch stattfindet, nicht finden können. In den Gruppen, die es gibt, ging es zumeist mehr um die Vermittlung von Reisen. Das war aber nicht das, was wir suchten. Da haben wir uns gedacht. okay, dann müssen wir selbst ran :-) , Erfahrung damit haben wir ja.

Für Kreta betreiben wir selbst seit mehreren Jahren sehr populäre Gruppen auf Facebook, in den man sich als Urlauber mit anderen Urlaubern austauschen kann.

Egal ob es um Tipps für eine Mietwagenreservierung, Unterkunftsempfehlungen oder Einkaufstipps geht, hier wird einem fast immer geholfen.

Es gibt einen regen Austausch zwischen neuen Urlaubern und Wiederholungstätern und auch viele Residenten machen mit. Es gibt eigentlich nie eine Frage, die nicht mindestens einer aus der Gruppe beantworten kann. Sei es, woher man Eintrittskarten für die örtlichen Fußballvereine bekommt, wo allergenarmes Essen kaufen, gutes Olivenöl etc.

Genau so eine Gruppe wünschen wir uns für die Algarve. Einen Anlaufpunkt für alle Interessierten.

Im Augenblick ist die Gruppe noch sehr klein, was aber niemanden davon abhalten sollte, dazuzukommen.

Auch wenn wir nur wenige sind, können wir, eben durch unsere fast ungezählten Aufenthalte an der Algarve, zu vielen Fragen rund um einen gelungenen Urlaub Hilfestellung geben.

Algarve-Forum bei Facebook

Traut euch! Kommt rein, macht mit….. wir freuen uns auf euch.

Mario und Claudia

Relaunch & Algarve-Facebook-Gruppe

Praia de Benagil, bei Carvoeiro
Praia de Benagil, bei Carvoeiro

Ganz, ganz früher, bevor es WordPress und Facebook gab, war „Algar-Web“mal eine Webseite, bei der sich fast alles ausschließlich um die Algarve und weitere Portugal-Themen drehte. 

Erst später kamen andere Regionen der Welt dazu und dann passierte hier lange Zeit fast gar nichts, weil wir sehr auf Kreta fokussiert waren und diese Insel auf anderen Webseiten „abgehandelt“ haben.

Aber nun, nachdem ich mich von Kreta mehr und mehr „entfremde“, aus vielerlei Gründen, soll „Algar-Web“ ein neues Leben bekommen.

Unsere neue Doku-Seite mit TV-Dokumentationen rund um die Algarve und Portugal war ein Anfang, und auch bei Facebook werden wir uns aktiver den Algarve-Themen widmen.

Besucht daher gerne unsere Algar-Web-Facebook-Seite und, ganz neu, unsere Algarve-Facebook-Gruppe, auf der wir allerlei Algarve- und Portugal-Themen diskutieren können, viele Bilder zeigen und auch etliche Tipps geben werden:

Facebook-Gruppe Algarve-Forum

Wir freuen uns auf euch!

Neue Seite: Algarve-Dokumentationen

Da sich eine Seite mit Dokumentationen rund um Kreta auf unserer Webseite „Kreta pur“ größter Beliebtheit erfreut, gibt es ab sofort auch regelmäßig aktualisierte Links zu Dokumentationen rund um die Algarve und um Portugal.

Schaut am Besten direkt vorbei für entspannte Unterhaltung und Informationen rund um die Algarve:

Algarve-Dokumentationen

Videos, die Sehnsucht wecken: „Komm mit nach Portugal“

Bei Youtube bin ich eher zufällig auf die Videos von Bernd-Rüdiger Ristow gestoßen, der eine ganze Serie von kleinen Filmen mit dem Titel „Komm mit nach…“ produziert hat, und das eben auch für Portugal.

Und da wir nun schon einige Zeit nicht mehr dort waren, wecken diese tollen Videos echte Sehnsucht bei mir…

Insgesamt gibt es drei Teile: Angucken und genießen!

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=HHjOb4uWKKY

 

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=GLUlPlpkf_I

 

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=TL683I5a_tw

Olimar-Prospekte als App

img_0044-2

Wie ich gerade erst gesehen habe, gibt es von Olimar mittlerweile eine App namens „OLIMAR Besonders reisen“, die die Kataloge auf Tablets und Telefone wie iPad, iPhone oder Android bringt.

Die App ist funktional sehr schlicht: Letztlich handelt es sich um einen spezialisierten ePaper-Reader, der es erlaubt, Kataloge herunterzuladen, darin hin- und herzublättern, zu suchen und zu zoomen.

Erweiterte Funktionen, die man sich vorstellen könnte, wie Verfügbarkeitsabfragen oder Buchungsmöglichkeiten gibt es nicht.

Für mich reicht aber alleine die Möglichkeit aus, die Kataloge direkt zu beziehen und nicht mehr ins Reisebüro zu müssen dafür oder sie per Post zu bestellen. Außerdem muss für ePaper natürlich kein Baum sein Leben lassen. ;-)

Daher: Empfehlenswert. Einziger Punktabzug: Obwohl ich ein Gerät mit Retina-Display nutze, ist die Ansicht einer kompletten Seite unscharf und verwaschen, das sieht man auch im Screenshot oben. Erst durch hineinzoomen wird die Darstellung dann scharf. Da besteht eindeutig Verbesserungspotential.

Hier noch die Links zu den Apps:

OLIMAR Besonders reisen für iOS (iPhone, iPad)

OLIMAR Besonders reisen für Android (Google Play Store)

Warum man im Jahre 2016 Bewertungsportale wie TripAdvisor ignorieren sollte…

Mythos-Logo an einer griechischen Taverne

Seit einigen Jahren ist es ja sehr modern, vor jedem Restaurantbesuch oder auch bei der Hotelwahl erst einmal die Bewertungsportale wie TripAdvisor oder HolidayCheck zu durchwühlen, um sich einen scheinbar objektiven Eindruck der Leistungen einer Lokalität oder Hotels zu machen.

Auch die Wirte und Hoteliers wissen das natürlich, deshalb findet sich auch mittlerweile in fast jedem Schaufenster und in jeder Speisekarte der Hinweis auf ein „Zertifikat für Exzellenz“ (sperrige TripAdvisor-Übersetzung) oder äquivalente Titel und Auszeichnungen anderer Portale.

Da könnte man ja annehmen, dass es sich dabei tatsächlich um objektive Beurteilungen und Erfahrungen von Reisenden handelt…

Wenn ich jedoch meine langjährigen Beobachtungen vor Ort und meine eigenen Erlebnisse beim Betrieb von Reisewebseiten und Blogs einbeziehe, komme ich zu dem Schluss, dass die Aussagekraft aller Bewertungsportale äußerst fragwürdig ist, auch wenn die Anbieter etwas anderes behaupten und auch davon sprechen, Bewertungen auf Fakes zu überprüfen.

Selbst in einem „Kaff“ wie Kalamaki im Süden von Kreta, welches wir regelmäßig bereisen, finden sich mittlerweile gefakte und gekaufte Bewertungen in den entsprechenden Portalen.

Die Fakten

  • Es gibt jede Menge Angebote auf den einschlägigen Webmaster- und SEO-Foren, Bewertungen für Portale wie TripAdvisor oder Holidaycheck im Bündel zu kaufen. Es werden sowohl positive Bewertungen (für’s eigene Business) als auch negative Bewertungen (für die Konkurrenz) angeboten, die Kosten sind dabei wirklich günstig. 5 Bewertungen nach Wunsch gibt es teilweise schon ab 20 Euro.
  • Auch vor Ort wird man als Gast schon von vielen Gastgebern explizit aufgefordert, positive Bewertungen abzugeben.
  • Da viele Reisende diese Bewertungen immer noch ernst nehmen, ist jeder Gastronom und Hotelier gefragt, diesen Bewertungs-Irrsinn mitzumachen, um nicht im Vergleich zur Konkurrenz in der Wertung nach hinten zu rutschen und somit potentielle Kunden zu verlieren.

Woran erkennt man Fake-Bewertungen?

Es gibt eine Vielzahl von Indizien, die auf geschönte oder gefälschte Bewertungen hinweisen. Wenn davon einige Merkmale in Kombination auftauchen, kann man eigentlich sicher sein, dass da etwas nicht stimmt.

  • Ein Betrieb hat wesentlich mehr Bewertungen (pro Monat oder Jahr) als ein Nachbar, obwohl die angebotenen Leistungen ähnlich sind.
  • Ein Betrieb hat viele Bewertungen von Bewertenden, die bisher nur wenige oder gar nur eine Bewertung abgegeben haben. Die Erfahrung zeigt, dass „echte“ Bewertungen von Reisenden abgegeben werden, die regelmäßig bewerten. Natürlich fängt jeder mal mit der ersten Bewertung an, aber wenn das immer im gleichen Betrieb ist… ;-)
  • Die Sprachen der Bewertungen passen nicht zum Betrieb: Wenn eine typische Touristentaverne die meisten Bewertungen in Landessprache hat, ist definitiv was faul. 
  • Die Bewertungen hören sich immer gleich an, vom Inhalt her, über den Stil und auch bezüglich der Rechtschreibfehler.
  • Die Bewertungen sind ausschließlich sehr positiv. Auch gute Restaurants haben neben vielen 5*-Bewertungen üblicherweise ein paar schlechtere Bewertungen. Immer.

 

Was kann ein Reisender tun?

  • Selbst nicht den Bewertungsportalen vertrauen. Besser danach Ausschau halten, wo viele Gäste sitzen und offenbar zufrieden speisen. Letztlich also eine Auswahl nach Kriterien treffen, die man vor dem digitalen Zeitalter genutzt hat.
  • Selbst nur ehrliche Bewertungen verfassen und sich nicht vom Gastgeber dazu nötigen lassen, übermäßig positiv (oder negativ über Dritte) zu bewerten.
  • Betriebe, die es nötig haben, die Außendarstellung auf diese Art und Weise zu verbessern, einfach grundsätzlich meiden.

Es bleibt zu hoffen, dass sich bei Reisenden die Erkenntnis durchsetzt, dass Bewertungsportale mittlerweile einen Großteil ihrer Aussagekraft verloren haben und dass Gastronomen und Hoteliers verstehen, dass sie sich besser auf gesteigerte Qualität und dadurch generierte positive Mund-zu-Mund-Propaganda konzentrieren sollten, statt Energie und Kraft in das Fälschen und Kaufen von Bewertungen zu stecken.

Gelebter Traum in bewegten Bildern: Einmal München – Antalya, bitte als Film

Cover DVD "Einmal München - Antalya, bitte."

Das grandiose Reisebuch „Einmal München – Antalya, bitte“ von Thomas Käsbohrer habe ich hier im Blog vor einiger Zeit ja schon vorgestellt und auch ausdrücklich empfohlen.

Blog-Beitrag zu Buch „Einmal München – Antalya, bitte“

Noch mal zur Erinnerung ein Absatz aus dem Artikel:

Das Buch ist der Reisebericht einer Fahrt mit dem Segelboot LEVJE startend in Slowenien, entlang der Küsten Italiens durch die griechische Inselwelt bis hin in die Türkei nach Antalya, bei der es nicht um Geschwindigkeit ging, sondern darum, die Ziele im wahrsten Sinne des Wortes zu erfahren.

Mittlerweile gibt es diesen Reisebericht auch in bewegten Bildern zu sehen, entweder als Download oder in Form einer DVD.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=QKjI1xmE7Jw

 

Liebhaber des Buches und des langsamen Reisens kommen dabei voll auf ihre Kosten, der Film ist unaufgeregt im besten Sinn des Wortes: Bilder vom Meer wechseln mit Küstenlandschaften und Segelmotiven ab, dazu erzählt Thomas Käsbohrer gelegentlich mit ruhiger Stimme jenseits jeder Hektik und Aufgeregtheit von seinen Erlebnissen und Gefühlen. Insofern darf man keinen klassischen Reisebericht mit Aufzählungen von Sehenswürdigkeiten und touristischen Zielen erwarten, sondern sollte sich auf einen sehr persönlichen Film freuen, der Reisebilder sehr schön mit Stimmungen und Gefühlen kombiniert und letztlich von der Erfüllung eines Traums erzählt.

Lässt man sich ganz darauf ein, fühlt es sich an, als ob man selbst am Meer ist und dabei mit jeder Welle, der ans Ufer rollt oder das Boot bewegt, entspannter wird. Insgesamt fast meditativ.

Wie das Buch macht auch der Film große Lust auf die nächste Reise: Ans Meer, unbedingt. Und zwar in eine möglichst einsame Ecke.

Bezugsquellen:

Download oder Bestellung direkt beim Millemari-Verlag

(Hinweis: Die DVD wurde mir vom Millemari-Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt.)

Die goldene Küste – Wanderung von Carvoeiro nach Benagil

Ein unvergleichlich schöner Sonntagsspaziergang im letzten Urlaub war die kleine Küstenwanderung von Carvoeiro nach Benagil.

Leuchtturm von Carvoeiro

Wir haben am Leuchtturm (Farol) von Carvoeiro geparkt, diesen erreicht man, wenn man vom Ortskern von Carvoeiro die Küstenstraße nach Osten hoch fährt und hinter der Anlage „Rocha Brava“ rechts abbiegt.

Wir sind dann von dort am gut ausgeschilderten Küstenwanderweg entlang gelaufen. Der Weg ist durch die gelbroten Markierungen einfach zu finden.

Wegmarkierungen

Diese Zeichen finden sich sowohl gemalt auf den Felsen als auch als Holzpfähle eingeschlagen. Auch Abbiegungen werden entsprechend markiert. Wenn man auf gekreuzte Striche stößt, heißt das übrigens, dass man auf dem falschen Weg ist. ;-)

Markierungen - auf dem falschen Pfad

Wer mehr Zeit und Kondition hat, kann auch schon weiter unten in Carvoeiro am Algar Seco parken. Dann beginnt die Wanderung allerdings schon mit einem recht beschwerlichen Treppenaufstieg, den wir uns gerne ersparen wollten.

Der Weg führt fast direkt an der Steilküste und an einigen Algares vorbei. So heißen die spektakulären Löcher in der felsigen Bodenplatte, in denen die Brandung des Atlantiks tobt. Bei fast jedem Blick zurück ist der Leuchtturm von Carvoeiro zu sehen.

Küste zwischen Carvoeiro und BenagilKüste zwischen Carvoeiro und Benagil

Man läuft durch einige Täler, die durch die Auswaschungen der Brandung entstanden sind. Immer wieder hat man wunderbare Ausblicke auf kleine, einsame Strände, die zum Teil nur vom Wasser aus zu erreichen sind und, bei etwas stürmischerem Wetter, auf riesige Gischtfontänen, die an den Felsen emporschlagen.

Küste zwischen Carvoeiro und BenagilStrand von Benagil

Nach ca. 45 Minuten gemächlicher Wanderung erreicht man den kleinen Badeort Benagil mit seinen schönen Fischerhäusern.

Sehr empfehlenswert für eine Rast ist die Snackbar A Lota, direkt am Strand. Man sitzt fast direkt am Wasser mit Blick auf die örtliche Fischerbootflotte und geniesst einen leckeren Weisswein und die täglich wechselnden Kleinigkeiten aus der Küche, wie Salat mit Kichererbsen und Fisch oder leckere Stockfischstückchen.

Und wenn man es einfach und rustikal mag, kann man auch eine schlichte Bifana (in Knoblauchsud gekochtes Schweinefleisch mit Brot) essen. Ansonsten gibt es auch Burger und sehr leckere Salate.

Bifana bei A Lota in Benagil

Mit etwas Glück lässt sich auch die ein oder andere Wandergruppe beobachten, die sich, ausgestattet wie für den Matterhorn-Aufstieg, in das Abenteuer einer Küstenwanderung stürzt.

Wandergruppe beim Aufstieg aus Benagil

Nach einer ausgiebigen Rast hier und einem halben, ausgelesenen Buch später geht es dann auf dem selben Weg zurück, was aber nicht langweilig ist, da durch den veränderten Blickwinkel wieder ganz neue Perspektiven und Eindrücke entstehen.

Altes Boot am Ortsrand von Benagil

Ein kleiner, subjektiver Tipp für ungeübte Wanderer: dieses Teilstück des Küstenwanderweges ist etwas leichter zu begehen als das Stück auf der anderen Seite von Benagil in Richtung Praia da Marinha, aber genauso schön.

Caldas de Monchique, im Wasserreich der Feen

Caldas de Monchique, das ist für uns in jedem Algarve-Urlaub ein absolutes Muss.

Der wunderschöne kleine Badeort in der Serra de Monchique, ca 5 km Kilometer südlich vom Hauptort Monchique gelegen, verströmt ein wunderbar verschlafenenes Flair.

Caldas de Monchique, Algarve, Portugal

Rund um den kleinen zentralen Platz und an den  anliegenden Hügelrändern verstreut liegt eine kleine Ansammlung stimmig restaurierter Belle Epoque Häuser, für die allein es sich schon lohnen würde, den Ort zu besuchen.

Caldas de Monchique, Algarve, Portugal

Die Atmosphäre, die durch das besondere Licht der Serra, zusammen mit der besonderen Architektur und den uralten Bäumen geprägt wird, ist einfach bezaubernd.

Caldas de Monchique, Algarve, Portugal

Der Besuch dort ist immer schön, aber in diesem Jahr war es einfach magisch.

Wir waren am ersten trockenen Tag nach den heftigen Regenfällen dieses Herbstes relativ früh am Morgen dort und hatten den Ort, wo auch so selten viele Menschen auf einmal zusehen sind, ganz für uns alleine.

Unser erster Weg führte uns wie immer durch den verwunschenen, moos- und kräuterüberwucherten Garten zur Fonte da Amore, der Liebesquelle.

Caldas de Monchique, Algarve, PortugalCaldas de Monchique, Algarve, Portugal

Hier nehmen wir gerne einen Schluck kühles, klares Wasser direkt aus der Quelle und füllen auch eine mitgebrachte Wasserflasche mit einem Tagesvorrat auf.

In diesem Jahr konnten wir uns gar nicht losreissen von den in wunderschönen Grüntönen leuchtenden, durch die Jahre abgeschliffenen Felsen und den Lichtreflektionen in den Wasserbecken. In dieser magischen Atmosphäre würde es nicht verwundern, plötzlich Gandalf oder einen Hobbit auftauchen zu sehen.

Caldas de Monchique, Algarve, PortugalCaldas de Monchique, Algarve, PortugalCaldas de Monchique, Algarve, PortugalCaldas de Monchique, Algarve, Portugal

Danach bummelten wir gemütlich durch den Ort, hoch bis zum Viadukt mit dem kleinen Wasserfall und zurück über den Hauptplatz. Ein Blick in die Ausstellung (verschiedene Künstler und Kunsthandwerk aus der Region) lohnt immer.

Der krönende Abschluss ist ein im Holzofen direkt neben der Bar gebackenes, warmes „Pao com Chorizo“, ein selbstgebackenes Brot mit würzigen, eingebackenen Wurststücken. Dazu ein Glas trockenen Rotwein, herrrlich….

Caldas de Monchique, Algarve, PortugalCaldas de Monchique, Algarve, PortugalCaldas de Monchique, Algarve, Portugal