Ostersonntag in São Brás de Alportel

Reisende, die die Algarve/Portugal über Ostern besuchen, sollten am Ostersonntag unbedingt einen Besuch in São Brás de Alportel, einer kleinen Stadt im Hinterland der Ostalgarve, einplanen. Hier findet jährlich die Festa das Tochas Floridas statt, eine Oster-Prozession ganz besonderer Art: Hier ziehen traditionell die Männer der Stadt mit großen Blumengestecken und Sträußen durch die Stadt und feiern mit einer Art Sprechgesang die Auferstehung. Die Prozession selbst läuft durch die komplette Altstadt von São Brás durch Gassen, die vorher liebevoll mit eindrucksvollen Blumenteppichen aus Rosen, Lavendel, Rosmarin und weiteren Blüten und Kräutern ausgelegt wurden. Die Häuser am Prozessionsweg sind zusätzlich mit riesigen Tüchern und Palmwedeln geschmückt.

Der Schmuck der Straßen beginnt frühmorgens, die eigentliche Prozession startet gegen 11 Uhr morgens. Zu diesem Zeitpunkt ist es in der Stadt schon mächtig voll, wer also die Kunstwerke aus Blumen, Kräutern und Blüten in Ruhe fotografieren möchte, sollte schon früher unterwegs sein!

Hier ein paar Eindrucke vom Ostersonntag 2011:

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Albufeira / Algarve über Ostern 2011

Lange war es ruhig hier im Blog, was hauptsächlich daran gelegen hat, dass wir über Ostern 2011 für fast drei Wochen in Portugal waren, 15 Tage davon in Albufeira.

Zu diesem Urlaub werden hier noch einige Artikel erscheinen, u.a. anderem natürlich über unsere Unterkünfte, das Hotel Alisios in Albufeira und Residencial Agua de Madeiros in der Nähe von Sao Pedro de Moel, im nördlicheren Portugal zwischen Lissabon und Porto.

Hier an dieser Stelle möchte ich aber erst einmal was über Albufeira mit Beginn der Saison erzählen; Ostern ist nämlich der Zeitpunkt, zu dem es dort das erste Mal voll(er) wird, wir selbst waren ja schon häufiger dort, allerdings noch nie (für unsere Verhältnisse) so spät im Frühjahr.

Unser Fazit zu Albufeira zu dieser Zeit ist sehr durchwachsen.

Das Hotel Alisios war für 14 Tage eine prima Unterkunft (wie gesagt, separater Artikel folgt), auch die Lage in fußläufiger Reichweite zum Ortskern, aber dennoch ruhig, ist sehr gut.

Die Strände wurden zu unserer Reisezeit gerade ausgebessert, der durch Winterstürme abgetragene Sand wurde aufwändig mit Hilfe eines Schiffs wieder aufgespült. Diese Aktion hat uns aber nicht wesentlich beeinträchtigt, lediglich kleinere Strandabschnitte wurden abgesperrt, die man dann umgehen musste, und ab und an gab’s mal ein paar Geräusche vom Schiff und seinen Pumpen.

Ärgerlicher waren schon die vor wirklich fast jedem Restaurant und jeder Kneipe in Albufeira postierten Werber, die aufdringlich jeden potentiellen Gast ansprachen, durchaus auch mehrmals am Abend. :-( Ätzend. Lustig war es allerdings, diesen Quälgeistern in Anlehnung an Monty Phyton ein fröhliches „Mein Gummiboot ist voller Aale!“ entgegen zu rufen, was zu dem ein oder anderen völlig entgleisten Gesichtsausdruck führte. ;-)

Zielgruppe aller touristischen/werblichen Aktivitäten in Albufeira sind aktuell Briten, die in großer Anzahl Albufeira bevölkerten und das passende Angebot wahrnehmen konnten: Englisches Frühstück überall, Fußball auf mindestens 3 riesigen Flatscreen-TVs (pro Kneipe!), durchschnittliche Livemusik abends fast überall und jede Menge Junggesellenabschiede, die die Inselbewohner ja gerne als Gruppenreise in den bzw. Gruppendauerbesäufnis im sonnigen Süden  organisieren.

Was uns noch aufgefallen ist: Die Algarve ist ein mächtig teures Pflaster geworden! Selbst eine Pizza bei „Senhor Frogs“ in Oura kostet mittlerweile irgendwo um die 13 EUR (lecker ist sie immer noch)! Für 3 Personen mit einer kleinen Vorspeise, Wein und einem Brandy hinterher betrug die Rechnung dann letztlich über 70 EUR. Solche Preise finden sich in den touristischeren Gegenden der Algarve mittlerweile fast durchgängig, nur das Tagesessen (Prato do dia) ist gelegentlich mal recht günstig zu haben…

Eine Empfehlung für gutes, günstiges Essen und ein preiswertes Bier ist übrigens die Snackbar „Turial“ direkt im Gebäude an der Rolltreppe am östlichen Ortsende. Richtig gehört! Albufeira hat nun eine Rolltreppe dort, wo früher die steile Treppe zum Aussichtspunkt am östlichen Ende des Ortskern war. Absolut unterhaltsam, dort mal eine Weile in der genannten Snackbar zu sitzen und bei einem Getränk die Rolltreppen-Nutzer zu bestaunen.

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Ausdrücklich abraten möchte ich übrigens vom Besuch der Pizzeria „Ricardo’s“ (Rua da Bateria No 1) direkt in der kleinen Durchgangsgasse von der Strandpromenade in den Ortskern. Hier erlebten wir wohl einen Betrugsversuch, zumindest haben wir es so empfunden, da die Umstände entsprechend merkwürdig waren. Zuerst tauchte eine Pizza zuviel auf der Rechnung auf, anschließend diverse zusätzliche Zutaten, die wir nicht bestellt hatten (da sie auf der ausgewählten Pizza zur Grundausstattung gehörten), dabei wurde der  deutsche Kellner (mit stark ostdeutschem Dialekt, wobei ich hier natürlich keine Volksgruppe diffamieren, sondern nur eine Möglichkeit zum Erkennen geben möchte) dann noch pampig und verweigerte zu guter Letzt noch das Aushändigen des Beschwerdebuchs. Also, lieber Vorsicht und sehr penible Rechnungskontrolle bei der Pizzaria Ricardo’s in Albufeira!

Erstes Fazit also: Schönes Hotel, schöne Ausflüge, aber Albufeira ist uns eindeutig zu voll um diese Jahreszeit. Für uns kommt der Ort nur noch zwischen November und März in Frage, dann ist er genau richtig „ausgestorben“ für uns. ;-)

Ostern 2011 in Portugal (II)

Dass es uns Ostern 2011 nach Portugal zieht, hatte ich ja schon hier beschrieben; ebenso, dass wir den Großteil der Reise (14 Tage Algarve, in Albufeira im Hotel Alisios) schon gebucht haben.

Mit der Planung der restlichen 6 Tage haben wir uns allerdings Zeit gelassen, weil es nicht ganz einfach war. Erst einmal mussten wir für uns selbst heraus finden, was wir überhaupt wollen und wo man dass dann auch finden kann. ;-)

Nachdem klar war, dass wir die letzten Tage ganz ruhig verbringen wollen, sind wir zufällig über ein (hoffentliches) Kleinod gestolpert, was unserem Anspruch nach Ruhe direkt am Meer mit der Möglichkeit, ein paar Ausflüge zu Zielen, die wir noch nicht kennen, zu machen, offensichtlich zumindest nahe kommt: Wir fahren nun von Lissabon aus noch ein gutes Stück nördlich, in die Gegend nördlich von Nazare.

Dort findet sich der kleine Badeort „Sao Pedro de Moel„, etwas südlich davon, in ziemlicher Alleinlage direkt am Strand, das von uns gebuchte kleine Hotel „Agua de Madeiros„, welches bei den im Netz auffindbaren Hotelkritiken wirklich gut weg kommt und zu dem es nach der Reise dann natürlich auch einen Reisebericht geben wird…

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(Oben im Bild markiert ist Sao Pedro de Moel; das kleine Anwesen mit Pool ca. 2km weiter südlich ist „Agua de Madeiros“.)

Wir sind sehr gespannt!

Ostern 2011 in Portugal

Also doch über Ostern 2011 nach Portugal…

Und das kam so:

Eigentlich wollten wir ja nach Griechenland, weil 2011 noch mal (wie schon 2010) das westliche und das orthodoxe Osterfest zum gleichen Termin stattfinden. Orthodoxe Ostern in Griechenland ist eigentlich immer sehr schön, da es das höchste kirchliche Fest dort darstellt und immer mit viel Liebe (und Böllern ;-)) gefeiert wird.

Aaaaber leider ist es so, dass sowohl auf Kreta als auch in Perdika, was als alternatives Reiseziel auf dem griechischen Festland in der engeren Wahl war, Ostern einfach noch keine Saison ist.

Auf Kreta hat sich schon dieses Jahr der Saison-Anfang aufgrund der Krise und dem damit verbundenen Rückgang an Gästen sehr weit nach hinten geschoben und gerade im eh schon ruhigen Kalamaki ist dann wirklich gar nichts los. Auch die Alternative „Perdika“ bringt ähnliche Probleme mit sich: So ist zwar im Ort selbst alles geöffnet, da es sich um einen gewachsenen Ort handelt, der nicht vom Tourismus lebt.

Allerdings ist drumherum und an den Stränden alles noch absolut „vernagelt“. Am Wasser spazieren gehen und anschließend mit Meerblick 1-2 Bier/Wein/Wasser zu trinken sowie eine Kleinigkeit zu essen ist zu dieser Jahreszeit einfach nicht möglich…

Nach einigem Abwägen zwischen Osterfeierlichkeiten und intakter Erholungsinfrastruktur war die Entscheidung noch nicht endgültig getroffen, was sich allerdings schlagartig änderte, als wir sehr, sehr günstige Lufthansa-Flüge nach Lissabon bekommen konnten.

Die Planung sieht nun also so aus:

Flug nach Lissabon, Ankunft am frühen Mittag, anschließend mit dem Mietwagen in die Algarve, nach Albufeira. Dort ist in jedem Fall fast alles geöffnet und es liegt so zentral, dass alle Aktivitäten in der Algarve bequem durchführbar sind, sei es eine Fahrt zum Cabo Sao Vincente oder in die andere Richtung an die spanische Grenze, nach Castro Marim, alles einfach und schnell erreichbar…

Als Hotel haben wir über TUI Österreich (absoluter Super-Tipp, mehr als 20 Prozent günstiger als TUI Deutschland und OLIMAR, und nicht mal halb (!) so teuer wie bei booking.com) das Hotel Alisios in direkter Umgebung der Altstadt von Albufeira gebucht. Wir können also bequem zu Fuß ins Zentrum gehen, was ja für die Abendgestaltung optimal ist. ;-)

Die Lage kann man auf dieser Karte ganz gut sehen (und nebenbei teste ich damit das WordPress-Plugin „gpress“):

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Zum Ferienende geht’s zurück nach Lissabon, wo unser Sohn dann alleine nach Hause fliegt und von seinen Groß-Eltern in Empfang genommen wird. Wir werden uns dann noch eine knappe Woche lang die Gegend um Lissabon angucken, bevor es auch für uns heißt, Abschied von Portugal zu nehmen…

Und Griechenland gibt’s dann spätestens 2012 wieder, vielleicht auch wieder wie schon 2009 über den Landweg mit Zwischenstopp in Ex-Jugoslawien…