Unser erster Flug mit Ryanair…

Lange hat’s gedauert, aber nun haben wir auch unseren ersten Flug mit dem „Billig“flieger Ryanair hinter uns…

Zuerst das Positive:

Wir sind pĂ¼nktlich von Weeze nach Faro und auch wieder zurĂ¼ck gekommen.

Der Rest:

Die Abfertigung in Weeze bis hin zum Boarding und zum Einsteigen lässt keinen Zweifel aufkommen: Hier soll der Passagier spĂ¼ren, dass er BILLIG unterwegs ist. 

Zu Fuss geht es zum Flugzeug, Einstieg vorne nicht Ă¼ber eine ans Flugzeug gefahrene Treppe, sondern Ă¼ber eine eingebaute „HĂ¼hnerleiter“. 

Der Ersteindruck im Flugzeug: Leicht schmuddelig, dreckiger Boden mit Resten des vorherigen (oder davor, oder davor) Fluges. Da wir reservierte Plätze hatten, konnten wir die Rangelei um die sonstigen Plätze als Zaungäste verfolgen, witzig bis peinlich.

Richtig lästig wurde es dann während des Fluges:

Dösen oder auch nur etwas zur Ruhe kommen war definitiv unmöglich, da wir offensichtlich neben dem Flug noch die Teilnahme an einer Dauerwerbesendung und Kaffeefahrt mit Verkaufsveranstaltung gebucht hatten: Von Getränken, Ă¼ber Snacks und Rubbellose, rauchfreie Zigaretten und das normale Bordverkaufssortiment wie ParfĂ¼ms war eigentlich alles zu haben und wurde mit enormer Lautstärke Ă¼ber das Lautsprechersystem angekĂ¼ndigt.

Erbärmlich bis unerträglich.

Wenn man dann noch bedenkt, dass der „Billig“flug uns aufgrund der recht kurzfristigen Buchung und des Termins Ă¼ber die Feiertage auch rund 400 EUR pro Person gekostet hat und letztlich nur wegen der besseren Flugzeiten gewählt wurde, statt wie gewohnt nach Lissabon zu fliegen und dann mit dem Mietwagen in die Algarve zu fahren, ist Eines jedenfalls ganz sicher:

Mit Ryanair fliegen wir nur noch im äuĂŸersten Notfall oder nur, wenn der Flug mehr als 100 EUR pro Person gĂ¼nstiger ist als bei einer anständigen Fluggesellschaft. Soviel „Schmerzensgeld“ muss schon sein…

Algarve: Mietwagen und die Maut auf der A22

Die elektronische Autobahnmaut auf der A22 (Infos hier und da) gibt es ja nun schon etwas länger,umso erstaunlicher dabei ist aber, dass sich immer noch nicht alle Mietwagen-Anbieter darauf eingestellt haben und ihren Kunden passende Lösungen bieten.

Das war neben unseren bisher immer guten Erfahrungen bei Anmietungen in Lissabon diesmal der Grund, fĂ¼r unseren Silvesteraufenthalt in der Algarve 2012/2013 Ă¼ber Olimar wieder einen Mietwagen bei Europcar anzumieten.

Europcar hat in den Autos den notwendigen Responder eingebaut, um die elektronische Maut abrechnen zu können, ohne das man sich als Mieter selbst darum kĂ¼mmern mĂ¼sste, die MautgebĂ¼hren pĂ¼nktlich vor Ort bei einer Filiale der portugiesischen Post bezahlen zu mĂ¼ssen.

Das Angebot ist zwar nicht gratis, allerdings erspart es so einige MĂ¼hen, und deshalb haben wir den Grundpreis von 15 EUR fĂ¼r 10 Tage gerne zusätzlich bezahlt.

Die angefallenen MautgebĂ¼hren werden dann nach Ende des Urlaubs von der hinterlegten Kreditkarte abgebucht. Eine kleine Unschönheit ist dabei, dass man keine detaillierte Abrechnung erhält, sondern nur eine Abbuchung eines einzelnen Betrages von der Kreditkarte erfolgt. Ăœberschlägiges Nachrechnen lieferte zwar die Erkenntnis, dass die Abrechnung halbwegs stimmig war, aber doof ist das natĂ¼rlich schon.

Ansonsten waren wir mit der Abwicklung und dem Mietwagen an sich bei Europcar wieder sehr zufrieden und können den Anbieter mit gutem Gewissen weiterempfehlen. 

Hinweis: Auch Mietwagen-Broker wie holiday autos vermitteln Mietwagen von Europcar, aber die Anmiet-Bedingungen sind im Vergleich zur Anmietung Ă¼ber Olimar teilweise sehr anders:

Vollkasko ohne Selbstbeteiligung bieten beide Vermittler, nur ist das bei Olimar tatsächlich eine echte Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbeteiligung direkt bei Europcar, während bei anderen Mietwagen-Brokern im Schadensfall vor Ort erst mal der Mieter in Vorleistung treten muss und das ausgelegte Geld dann erst nach RĂ¼ckkehr nach Deutschland vom Mietwagen-Vermittler zurĂ¼ckfordern kann.

Auch die RĂ¼ckgabe-Bedingungen sind unterschiedlich: Bei Anmietung Ă¼ber Olimar wird das Fahrzeug mit vollem Tank Ă¼bernommen und zurĂ¼ck gegeben, bei anderen Brokern muss man zwingend bei der Anmietung die erste TankfĂ¼llung bezahlen und das Fahrzeug wird leer zurĂ¼ck gegeben, was man natĂ¼rlich nie so passend hinbekommt, so dass man eigentlich immer Verlust macht.

Zumindest ich zahle da lieber bei Olimar ein paar Euros mehr (es waren auch nicht viele) und habe einen fairen Vertrag und ein gutes GefĂ¼hl, als dass ich bei Anmietung Ă¼ber andere Vermittler den letzten Cent spare und mich im Schadensfall „schwarz“ ärgere…

Praia da Rocha im Winter: Empfehlenswert

FĂ¼r unseren Urlaub zum Jahreswechsel 2012/2013 hatten wir uns diesmal fĂ¼r Praia da Rocha als Standort entschieden, trotz aller Zweifel, die wohl jeden Reisenden befallen, der den Ort aus der Hauptsaison her kennt.

Aber kurzum: Wir wurden absolut positiv Ă¼berrascht.

Ăœber das von uns gewählte Hotel, das Tivoli Marina PortimĂ£o, direkt im Jachthafen von Praia da Rocha/PortimĂ£o gelegen, habe ich ja schon an anderer Stelle hauptsächlich Positives berichtet.

Und auch ganz Praia da Rocha ist im Winter durchaus zu empfehlen.

Der Strand ist mit seinen pitoresken Felsen und Buchten gerade bei Winterwetter mit stärkerem Wind und Brandung herrlich anzusehen und zu begehen, und wenn man nicht in Richtung Hinterland guckt, wo die Hotelklötze stehen, kommt man angesichts der wenigen Touristen, die sich dort am Wasser aufhalten, niemals wirklich auf die Idee, sich an einem absoluten Touristen-Hotspot zu befinden.

Der weitere Vorteil: Obwohl sicher mehr als die Hälfte (eher 2/3 oder so) der Kneipen, Bars und Restaurants geschlossen hat, bleibt immer noch genug Auswahl fĂ¼r jeden Abend.

Praia da Rocha ist aber auch fĂ¼r AusflĂ¼ge in die Umgebung und zur WestkĂ¼ste ideal, ein paar Beispiele:

– Zu FuĂŸ kann man wunderbar am Strand entlang mit kleinen Schwenkern auf die StrandstraĂŸe (wenig bis kein Verkehr) bis nach Praia do Vau laufen; ein schöner Spaziergang am Meer mit herrlichen EindrĂ¼cken. In Vau findet man dann auch problemlos ein paar Stand-Cafes und Kneipen, in denen man „zur Belohnung“ einen Kaffee oder auch ein Bier trinken kann.

– Ebenfalls „um die Ecke“ ist Alvor; hier kann man an der Strandpromenade mit sehr schönem Blick auf die Ria de Alvor ebendort frisch gesammelte MeeresfrĂ¼chte wie Muscheln direkt vor Ort genieĂŸen. Empfehlung: Das Restaurant „O Bote“ ganz am Ende der Promenade in Richtung Landesinnere, direkt hinter „O Navegador“, deren groĂŸes Schild man schon von weitem sieht. Von Alvor aus kann man auch stundenlang Ă¼ber Holzstege am Rand der Ria entlang Spazieren gehen und dabei Luft und Meer so richtig genieĂŸen.

– Bequem in nicht mal einer halben Stunde mit dem Mietwagen von Praia da Rocha aus zu erreichen sind Silves und das malerische Kurbad Caldas de Monchique mit seinen vielen Quellen. Auch hier ist im Winter so gut wie gar nichts los und man hat die Gegend fĂ¼r sich fast ganz allein und ohne TUI-Ausflugsbus „im Nacken“. ;-) Herrlich.

– Fährt man kurz hinter Caldas de Monchique dann Richtung Westen, ist man ebenfalls sehr schnell in Aljezur an der WestkĂ¼ste der Algarve, wo es beeindruckend schöne Strände (z.B. Praia de Amoreira) gibt. Von Aljezur kann man dann bequem an der KĂ¼ste entlang Richtung SĂ¼den fahren, noch ein bisschen Surfer am Praia do Amado (bei Carrapateira) angucken und dann wieder zurĂ¼ck nach Praia da Rocha fahren. Ein gelungener Tagesausflug.

– Einen Katzensprung entfernt ist auch auf der anderen Flussseite das sehenswerte Ă–rtchen Ferragudo, von dem man dann noch weiter nach Carvoeiro und an die östlich gelegenen Strände wie Benagil oder Praia da Marinha fahren kann. FĂ¼r Landschafts- und Naturliebhaber unverzichtbar!

Unser Fazit: FĂ¼r einen Winteraufenthalt (und NUR DAFĂœR!) ist Praia da Rocha recht optimal geeignet. Wir wĂ¼rden den Ort jederzeit wieder als Ziel in der Zeit von November bis März wählen.

Bild der Woche: Auf dem Weg ins Inferno

Ein Surfer auf dem Weg ins Wellen-Inferno am Praia do Amado in der Nähe von Carrapateira, an der WestkĂ¼ste der Algarve.

An dieser Stelle kann man wunderbar sitzen, auf’s Meer gucken und den Wellen und Surfern zugucken. Meist steht sogar ein Verkaufswagen oben auf den Felsen, der sowohl kĂ¼hle Getränke als auch warmes Essen sowie Kaffee zu bieten hat. Ein wunderbarer Ort und fĂ¼r mich einer der schönsten Strände der gesamten Algarve.

Noch ein paar weitere Impressionen:

Alle Bilder sind am 03.01.2013 entstanden.

Hotelkritik Tivoli Marina PortimĂ£o, Algarve, Portugal

ZurĂ¼ck aus der Algarve sind wir nun schon ein paar Tage, also wird es langsam Zeit, ein bisschen Ă¼ber den Urlaub zu schreiben.

Den Anfang des Reiseberichts soll dieses Mal die Hotelkritik machen.

Gewohnt während unseres Aufenthalts von kurz nach Weihnachten bis Anfang Januar haben wir diesmal in Praia da Rocha bei PortimĂ£o, im Hotel „Tivoli Marina PortimĂ£o“ , gelegen rund um den Jachthafen von Praia da Rocha.

Algarve silvester 2012 2486

Das Hotel besteht, wie man auf dem Foto oben im Hintergrund sehen kann, aus einzelnen kleinen Einheiten mit nur zwei Etagen. Damit kontrastiert es zur sonstigen Hochhaus-HotelwĂ¼ste im PortimĂ£o sehr deutlich.

Die Lage allgemein

Das Hotel liegt ruhig zwischen der Zufahrtsstrasse zum Strand (Sackgasse) und dem Jachthafen bzw. Fluss. 

Zu Fuss sind es nur wenige Hundert Meter zum phantastischen Strand, der komplett mit Holzstegen und Restaurants (die allerdings im Winter nur zu ca. 20-30% geöffnet haben) erschlossen ist. Auch die FuĂŸgängerzone von Praia da Rocha erreicht man in kĂ¼rzester Zeit, wobei auch hier natĂ¼rlich zu unserer Reisezeit nur ein Teil der Restaurants, Bars und Hotels geöffnet hat. Es reicht aber in jedem Fall, um auch beim Abendessen noch eine reichhaltige Auswahl zu haben, ebenso beim abendlichen Drink.

Die Zimmer

Wir hatten (fĂ¼r drei Erwachsene) zwei Studios T0 mit FrĂ¼hstĂ¼ck gebucht, untergebracht waren wir in einem der zentralen Gebäude rund um den Pool und nur wenige Schritte vom Restaurant (Aqua Lounge) entfernt, in dem bei herrlichem Flussblick das FrĂ¼hstĂ¼ck eingenommen wurde.

Die Studios selbst waren recht groĂŸ und wir hatten wir gewĂ¼nscht Balkons mit Tagessonne, im Winter einfach ein Muss. Insgesamt waren die Wohnräume gut in Schuss und auch recht gut ausgestattet mit jeweils einer Kitchenette, wobei in einer neben den Ceran-Kochfeldern sogar noch eine Mikrowelle zu finden war. Ebenso vorhanden: Ein KĂ¼hlschrank in NormalgrĂ¶ĂŸe, der zwar teilweise von „Minibar-Getränken“ bevölkert ist, aber auch fĂ¼r eigene Einkäufe sehr gut Platz bietet.

Auch das Bett war prima und das gesamte Gebäude, obwohl nach einer Winterpause gerade erst wieder geöffnet, weder feucht noch stockig. Einzig einen kleinen Wartungsstau in Form von etwas abgenutzten Armaturen und brĂ¼chigen Fugen konnte man erkennen. 

Das FrĂ¼hstĂ¼ck

Das FrĂ¼hstĂ¼ck zeigte deutlich, dass Praia da Rocha auch bei den Briten ein beliebtes Reiseziel ist. ;-) Täglich frisch und warm gab es das berĂ¼chtigte englische FrĂ¼hstĂ¼ck von Bohnen in TomatensoĂŸe, Ă¼ber warme Dosenchampignons, Zwiebeln, Kartoffeln und WĂ¼rstchen bis hin zu Bacon und RĂ¼hrei.

Weiterhin gab es verschiedene landestypische Wurstsorten, Käse, Marmeladen sowie MĂ¼sli und auch sonstige typische Hotel-FrĂ¼hstĂ¼ckskost. Erwähnenswert die frischen, leckeren Croissants und Gebäcksorten sowie das frische Obst.

Insgesamt nicht wirklich was Besonderes aber jedenfalls guter Hotel-Durchschnitt. Unser FrĂ¼hstĂ¼ck im vorherigen Portugal-Urlaub (Hotel Vila Gale Tavira) war jedenfalls BEDEUTEND schlechter.

Algarve silvester 2012 2488

Und der Ausblick aus dem FrĂ¼hstĂ¼cksraum Ă¼ber den Fluss nach Ferragudo ist natĂ¼rlich sowieso nicht zu toppen…

Und sonst…

Wir waren mit der Wahl unseres Urlaubshotels selbst und auch mit der Wahl von Praia da Roche als Standort fĂ¼r eine Winterreise nach Portugal nach anfänglicher Vorurlaubs-Skepsis doch sehr zufrieden, insbesondere natĂ¼rlich noch mehr, wenn man das Preis-Leistungs-Verhältnis betrachtet, denn das Hotel ist teilweise sehr gĂ¼nstig zu buchen:

Wir haben fĂ¼r beide Apartments zusammen fĂ¼r 10 Tage Ă¼ber Silvesterinkl. FrĂ¼hstĂ¼ck rund 650 EUR bezahlt.

Gebucht haben wir wie Ă¼blich bei Olimar, das Hotel wird zwar auch bei anderen Veranstaltern angeboten, aber preislich ist es Ă¼berall etwa gleich.

Hotel-Webseite

Bild der Woche: Winter in Praia da Rocha, Algarve, Portugal

Ich muss gestehen, hier spielt ein bisschen die Vorfreude mit. ;-)

Im Bild zu sehen ist der Strand von Praia da Rocha, dem auch die dahinter liegenden Hotel-Ungeheuer nur wenig von seinem Reiz nehmen können.

Im Winter ist er nämlich meist ziemlich menschenleer und bei stĂ¼rmischer Brise und Sonne besonders schön, obiges Foto entstand am 28.12.2008.

Da wir in 5 Tagen dort auch spazieren gehen werden und die Wetterprognose ein ähnliches Wetter wie auf dem Bild verspricht, dient das Foto nun dazu, uns Ă¼ber die letzten, verregneten Tage und Weihnachten „zu retten“…

Tornado in der Algarve?

In der Algarve hat es gestern wohl heftige Unwetter gegeben. Es gab wohl sogar einen Tornado (oder zumindest etwas, was dem sehr nahe kam), der im Raum Alvor, Lagoa (Carvoeiro) und Silves zu grĂ¶ĂŸeren VerwĂ¼stungen, zerstörten Autos und insgesamt 13 Verletzten gefĂ¼hrt hat.

Bei youtube finden sich einige Videos, die die Gewalt des Sturmes erahnen lassen.

Ocean Revival: Schiffe versenken in der Algarve

 

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Bisher gilt die Algarve nur bedingt als lohnenswertes Tauchziel. Mit dem Projekt „Ocean Revival“ soll nun einerseits der Tauchtourismus gefördert als auch andererseits die biologische Vielfalt im Meer vor der Algarve erhöht werden.

Im Rahmen dieses Projektes sollen nämlich insgesamt vier ausgemusterte Schiffe der portugiesischen Marine vor der KĂ¼ste versenkt werden und so kĂ¼nstliche Riffe geschaffen werden, die sowohl die örtliche Fauna bereichern als auch Tauchern lohnenswerte Tauchreviere bieten sollen.

Die Schiffe wurden (und werden) vor dem Versenken einer umfangreichen Bereinigung unterzogen, um umweltgefährdende schädliche Stoffe zu beseitigen; trotzdem wird das Versenken dieser Schiffe durchaus kontrovers diskutiert.

Den vor zwei Tagen versenkten zwei Schiffen (die Korvette „Oliveira e Carmo“ und das Patrouillenboot „Zambese“) sollen bis Mitte 2013 noch zwei weitere Schiffe folgen…

Weitere Informationen und aktuelle News sowie Bilder und Videos finden sich auf der Webseite des Projektes „Ocean Revival“, allerdings leider nur auf Portugiesisch und Englisch.

Kurz notiert: Gute Webseite zur Maut auf der A22 in der Algarve/Portugal

Ăœber die Maut auf der A22 in der Algarve/Portugal und die absurden HĂ¼rden, die sich auftun, wenn man als Tourist mit einem portugiesischen Mietwagen diese AutobahngebĂ¼hren bezahlen möchte bzw. muss, hatte ich ja schon hier und dort in diesem Blog berichtet.

Bis heute hat sich daran nicht viel geändert: Entweder man hat GlĂ¼ck und einen Autovermieter, der ein elektronisches Abrechnungsgerät im Mietwagen hat, so dass die Maut auf der A22 mittels Kreditkarte Ă¼ber die Autovermietung bezahlt werden kann, oder man hat Pech und muss persönlich an der Post/CTT bezahlen. Denn eine Zahlmöglichkeit im Internet mit einem nicht-portugiesischen Konto oder einer Kreditkarte gibt es immer noch nicht. :-(

Allerdings gibt es nun zumindest eine deutschsprachige Webseite, betrieben vom Portugalforum, auf der man sich ausfĂ¼hrlich und ständig aktuell Ă¼ber das Thema AutobahngebĂ¼hren in Portugal und speziell auch Ă¼ber die absurde Situation auf der Algarve-Autobahn A22 informieren kann:

http://www.maut-in-portugal.info/index.htm

Das Fazit fĂ¼r mich ist letztlich: Wir werden auch im kommenden Urlaub Ă¼ber Silvester 2012/2013 in Portimao die A22 konsequent meiden, um diesen Irrsinn nicht zu unterstĂ¼tzen. Die EN 125 ist zumindest in dieser Jahreszeit eine ganz gute Alternative, zumindest die Staus der Hauptsaison gibt es im Winter dort schlieĂŸlich nicht.

Tipp: Portugal mit dem Auto erkunden

Meine groĂŸe Zuneigung zu Portugal habe ich hier ja schon oft geäuĂŸert.

Bedauerlich finde ich aber, dass zwar schon diverse Bekannte wohl auch wegen meiner guten Erfahrungen nach Portugal gereist sind, letztendlich aber dann doch vom Land selbst wenig gesehen haben.

Die meisten sind bisher dann nur nach Faro oder Lissabon geflogen und haben sich vom Transferbus ins Hotel ans Meer schaukeln lassen, von den reichhaltigen kulturellen Schätzen, den Menschen und der Natur bekommt man dann natĂ¼rlich nur wenig mit.

Ideal ist es daher, Portugal mit dem Auto zu erkunden und dabei an mehreren Standorten Station zu machen; nur so kann man eigentlich einen angemessenen Eindruck der Vielfalt des Landes im wahrsten Sinne des Wortes erfahren.

Es muss ja gar nicht der eigene Wagen sein, denn die langwierige Anreise Ă¼ber Frankreich und Spanien lohnt nur, wenn man auch dort Zwischenstation macht und ganz viel Zeit mitbringt. FĂ¼r einen zwei- bis dreiwöchigen Urlaub ist es daher ideal, z.B. nach Lissabon Portela zu fliegen. Ăœbrigens gerade mal 8 km auĂŸerhalb der Stadt und gut angebunden, so könnte man bequem ein paar Tage Städtereise mit einer anschlieĂŸenden Mietwagen-Rundreise verbinden. Ein in Deutschland reservierter Mietwagen kann nämlich auch direkt mit Hotelzustellung gebucht werden.

Egal ob direkt am Flughafen in Empfang genommen oder zum Hotel gebracht: Wenn man bei der Buchung dann auch noch auf eine gute Vollkaskoversicherung, am besten ohne Selbstbeteiligung und mit versichertem Unterboden/Reifen, achtet, kann man viel sorgenloser als mit dem eigenen PKW im selbstbestimmten Tempo reisen. Tägliche FlĂ¼ge von Deutschland nach Portugal erlauben dabei eine sehr flexible Reiseplanung, am besten wird man bei den grĂ¶ĂŸeren Anbietern wie Expedia oder Swoodoo fĂ¼ndig.

Eine absolute Empfehlung fĂ¼r die Auto-Anmietung kann ich nicht geben, es lohnt sich aber in jedem Fall, mehrere Anbieter zu vergleichen, oder auch in den einschlägigen Foren nachzufragen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass wir unseren Mietwagen oft nicht direkt bei einem Autovermieter buchen, sondern Ă¼ber Buchungsportale wie Expedia oder Reiseveranstalter wie Olimar, da es meist gĂ¼nstiger ist als bei der Autovermietung selbst.

Lohnenswerte Stopps und UnterkĂ¼nfte finden sich im ganzen Land, daher sollten eventuelle Routen mit Bedacht gewählt werden, so kann man z.B. mehrere Tage an einem Standort verweilen und von dort sternförmig die Gegend erkunden oder natĂ¼rlich auch auf einer Rundreise jeden Tag in einem anderen bezaubernden Hotel Ă¼bernachten.

Bei einem Start in Lissabon könnte der westlichste Punkt des europäischen Festlands, Cabo de Roca ein erstes Ziel sein, anschlieĂŸend könnte man gut Mittel- und anschlieĂŸend Nordportugal „erobern“, als gute Tipps wären da z.B. die UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten wie das Christus-Kloster in Tomar, sowie die Klöster Alcobaça und Batalha, Ă¼ber die ich hier schon mal geschrieben habe, zu nennen. Alternativ gäbe es Dörfer wie Castelo Mendo, Castelo Novo oder auch Monsanto zu nennen, die alle fĂ¼r die Ă¼berreiche stolze Historie Portugals stehen. Insbesondere im SĂ¼den des Landes kommt auch noch ein reichhaltiges maurisches Erbe dazu, so z.B. in Silves mit einem komplett erhaltenen Kastell und weiteren SehenswĂ¼rdigkeiten.

Aber auch fĂ¼r Naturliebhaber ist Portugal eine absolute Fundgrube: Von den einsamen, teils sehr rauen KĂ¼sten Mittel- und Nordportugals, wo man teilweise auch beste Bedingungen zum Wellenreiten vorfindet, Ă¼ber den Märchenwald Mittelportugals oder die wunderschöne Kulturlandschaft des Alentejo bis hin zu den bizarren FelskĂ¼sten der sogenannten Fels-Algarve in der gleichnamigen SĂ¼d-Provinz des Landes, wo auch sehr artenreiche Flusslandschaften wie die Ria Formosa oder die Ria de Alvor zu bewundern sind, bietet sich fast unendlich viel Abwechslung.

Zu guter Letzt (und vielleicht als krönender Abschluss der Mietwagen-Rundreise) darf aber natĂ¼rlich auch das BadevergnĂ¼gen nicht fehlen, was man besonders in der Algarve auch wunderbar mit Aufenthalten in den malerischen kleinen Städtchen wie Lagos oder Tavira kombinieren kann, ein Tipp wäre natĂ¼rlich auch die 4-Sterne-Unterkunft Pousada do Infante am westlichsten Algarve-Zipfel in Sagres.

Wer es weniger lebhaft mag, insbesondere auĂŸerhalb der Hauptreisezeit der Portugiesen, August, der sollte sich auch durchaus mal die Strände nördlich von Lissabon angucken. Da findet sich wirklich fĂ¼r jeden Geschmack die optimale Lösung.

Fazit also: Wer Portugal zum ersten Mal bereist, sollte dies am besten in Form einer Mietwagen-Reise machen, nur so kann man das Land wirklich umfassend kennen- und lieben lernen.

Viel SpaĂŸ beim Planen, Buchen und Reisen durch Portugal!

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